Ich mag Menschen. Meistens.
Menschen sind spannend.
Was sie machen.
Was sie lassen.
Was sie sagen.
Und was sie eigentlich meinen.
Sie verlieben sich Hals über Kopf.
Kündigen ihren Job.
Gründen eine Firma.
Oder wissen seit drei Jahren ganz genau, dass sie etwas ändern müssen.
Und machen exakt gar nichts.
Kannste dir manchmal nicht ausdenken.
Wobei ich da nicht mit dem Finger zeigen sollte. Ich hab selbst genug davon fabriziert.
Und irgendwann wollte ich wissen:
Warum machen wir das eigentlich?
Damit fing der ganze Spaß an.

Kopf
Mich interessiert nicht nur, was du entscheidest. Viel spannender ist doch: Warum?
Warum weißt du eigentlich längst, was Sache ist, und weichst trotzdem aus? Warum würdest du deinem besten Freund sofort sagen, was er tun soll, aber bei dir selbst wird’s plötzlich kompliziert? Warum klingt Hoffnung manchmal wie ein verdammt gutes Argument, obwohl sie keins ist? Und warum schafft es Angst, aus einer ziemlich klaren Sache plötzlich ein unlösbares Problem zu machen?
Das will ich verstehen.
Also beschäftige ich mich damit. Mit Psychologie. Entscheidungsforschung. Verhaltensökonomie. Philosophie. Strategie. Kommunikation. Und mit all dem Zeug, das Menschen im Kopf veranstalten, sobald es ernst wird.
Nicht weil ich Fachbegriffe sammle. Sondern weil ich wissen will: Was hilft dir, wenn du wirklich entscheiden musst?
Beziehung oder Business. Job oder Geld. Familie oder Lebensrichtung.
Ist am Ende ziemlich egal. Du sitzt immer mit am Tisch.
Bauch
Ich kenn den Scheiß auch. Und zwar nicht nur aus Büchern.
Seit mehr als 30 Jahren bin ich selbstständig und unternehmerisch unterwegs.
Ich habe aufgebaut. Geführt. Verhandelt. Verändert. Neu angefangen. Manches lief richtig gut. Manches eher unter: "Jochen, was zur Hölle hast du dir dabei eigentlich gedacht?"
Und dann waren da noch die Entscheidungen, die ich gar nicht getroffen habe. Ideen nicht verfolgt. Zu lange an Dingen festgehalten. Unternehmen zu spät beendet. Falsche Beziehungen geführt.
Ich konnte Dinge hervorragend analysieren. Nur leider war ich genauso hervorragend darin, mir anschließend noch einen Grund auszudenken, warum ich mit der Entscheidung lieber warte.
Ziemlich bescheuert. Aber auch ziemlich lehrreich.
Denn irgendwann merkst du: Es reicht nicht, viel zu wissen. Du musst den ganzen Kram auch auf dein eigenes Leben kriegen.
Herz
Und ein paar Sachen sind mir verdammt wichtig.
Klarheit. Auch die, bei der du hinschaust und denkst: Scheiße. Das wollte ich jetzt eigentlich nicht wissen.
Haltung. Wissen, wo du stehst. Wofür du einstehst. Und wo für dich Schluss ist.
Konsequenz. Irgendwann ist genug gedacht. Dann musst du entscheiden. Und mit dem leben, was du entschieden hast.
Das gilt übrigens auch, wenn du mit mir arbeitest. Ich werde dir nicht erzählen, wie du dein Leben führen sollst. Aber ich werde dir Fragen stellen. Widersprechen. Dir sagen, wenn deine Argumentation Löcher hat oder du dir gerade selbst irgendeinen Quatsch erzählst.
Nicht weil ich deine Entscheidung besser kenne.
Sondern weil du sie besser treffen sollst.

